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Die Kundenerwartungen an die Interaktion mit ihrer Versicherung sind so hoch wie nie – angesichts der Erfahrungen aus anderen Branchen. Besondere Aufmerksamkeit sollte demnach einer holistischen Transformation der Kundenerlebnisse und der Customer Journey gelten. Sie befähigt Unternehmen, ihr Leistungsversprechen über alle Kontaktpunkte und Kanäle hinweg zu erfüllen.
Viele scheuen, dass dies nicht nur Zeit, sondern auch Geld kostet. Doch Investitionen in ein gelungenes Kundenerlebnis und eine mehrdimensionale Customer Journey sind überaus sinnvolle Investitionen in die Zukunft, die eine Vielzahl solider wirtschaftlicher Effekte nach sich ziehen.
Der Unterschied zwischen gutem und schlechtem Kundenservice war schon immer deutlich, und Unternehmen, die sich am falschen Ende dieses Spektrums befinden, zahlen in der Regel einen hohen Preis. Dies gilt für Versicherungen genauso wie für jedes andere Unternehmen mit Kundenkontakt. Im Zeitalter der Digitalisierung werden die Folgen eines schlechten Kundenerlebnisses durch die Geschwindigkeit und Reichweite der sozialen Medien noch verstärkt. Ein schlecht abgewickelter Vorgang kann schnell zu einem markenschädigenden Vorfall eskalieren.
Eine nahtlose Customer Journey hingegen begeistert und ermöglicht es Kunden, schnell und einfach auf Informationen zuzugreifen, Angebote zu vergleichen und Versicherungsprodukte abzuschließen. Dies führt zu einer positiven Customer Experience und stärkt die Kundenbindung. Zudem können Versicherungsunternehmen durch ein tiefes Verständnis der Customer Journey wertvolle Daten sammeln, die ihnen helfen, ihre Produkte und Dienstleistungen zu optimieren und besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen. Mit diesem Wissen kann der Versicherer oder Vermittler geeignete Absicherungsoptionen empfehlen, effektiv auf Fragen und Bedenken eingehen und Risiken minimieren.
Es ist kaum zu leugnen, dass der Kunde die Kontrolle hat. Er kann seinen Versicherer wechseln – und tut dies auch, oft mit Hilfe von Online-Vergleichstools und digitalen Vermittlern. Die Loyalität, auf die die Assekuranz in der Vergangenheit für ihren Erfolg angewiesen war, geht immer weiter zurück. Selbst die Kunden, die bei demselben Versicherer bleiben, stellen immer höhere Ansprüche an Schnelligkeit, Transparenz und Bequemlichkeit.
Es ist notwendig, sich von einer produktzentrierten Denkweise zu lösen und zu verstehen, dass es in dieser neuen digitalen und vernetzten Welt entscheidend ist, den Kunden in den Mittelpunkt des Unternehmens zu stellen. Es gilt zu verstehen, wer der Kunde wirklich ist. Dazu gehört es, die jüngsten Interaktionen und die dahinterstehende Geschichte zu kennen, jede Interaktion über die richtigen Ressourcen abzuwickeln und passende Antworten zu geben (egal ob online oder offline).
„Leader fangen bei den Kund:innen an und arbeiten von dort aus rückwärts. Sie arbeiten stetig daran, das Vertrauen unserer Kund:innen zu gewinnen und zu bewahren. Leader behalten Mitbewerber im Blick, aber die Kundschaft bleibt immer im Fokus.“
Eines der Führungsprinzipien von Amazon
Eine der wichtigsten Prioritäten der Versicherungsbranche ist es, mit den Kunden in Kontakt zu treten, indem sie integrierte und nahtlose Erfahrungen über mehrere Kanäle anbieten. Bei diesen Omnichannel Customer Journeys bewegen sich die Kunden frei zwischen den Kanälen, beginnen ihre Recherche vielleicht auf einem Desktop-Computer und beenden sie auf dem Mobiltelefon. Oder sie schließen online ab, rufen dann aber mit einer Frage den Kundendienst an. Eine Omnichannel-Strategie ermöglicht es den Versicherern, ihren Kunden über jeden Kanal, den sie zur Kommunikation nutzen, ein einheitliches Erlebnis zu bieten, und relevante Informationen über die Kunden zu erhalten, um deren individuellen Bedürfnisse und Präferenzen zu erfüllen.
Ein Großteil der Kunden ist bereits heute hybrid: Eine Endkundenbefragung (Q_PERIOR Hybrid Sales Index 2022) zeigte, dass ein digitaler Abschluss nach einer persönlichen Beratung von 60% der Befragten gewünscht ist. 57% würden über den Vermittler abschließen, nachdem sie ein digitales Angebot erhalten haben. Kundenzentrierung erfordert auch Fortschritte bei der Personalisierung, um bessere Kundenerlebnisse zu schaffen. Kunden erwarten einzigartige Erlebnisse. Versicherer müssen wissen, wer ihre Kunden sind und ihre individuellen Eigenschaften sowie ihre aktuelle und frühere Beziehung zum Unternehmen verstehen. Es ist für sie von entscheidender Bedeutung, eine Beziehung zu jedem einzelnen Kunden aufzubauen und Marketingbotschaften auf dessen spezifische Bedürfnisse abzustimmen. Mehr Raffinesse und ein besseres Verständnis des Kundenverhaltens werden dazu führen, dass Unternehmen durch unerwartete „Wow-Momente“ überzeugen können und sich von B2C oder B2B zu B2Me entwickeln.
Da sich die digitalen Bedürfnisse und Vorlieben der Verbraucher ständig weiterentwickeln, müssen Unternehmen auf neue Weise mit ihnen interagieren. Es gehört zur Aufgabe des Versicherungsunternehmens, den Kunden zu helfen, diese verschiedenen Möglichkeiten der Interaktion zu erkennen. Self-Service ist das Zauberwort. Dies bezieht sich vor allem auf Kundenportale, mobile Anwendungen und kommunikative Möglichkeiten wie z. B. Chatbots oder Voice Bots. Viele technikaffine Kunden von heute sind nicht nur bereit für Self-Service, sondern ziehen diese Möglichkeiten dem assistierten Service vor.
Die Entscheidungsfreiheit des Kunden sollte ein zentrales Element der Strategie darstellen. Unternehmen sollten die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten anbieten und den Verbrauchern die Wahl lassen, welchen Kanal sie nutzen möchten. Dazu gehört auch ein in Echtzeit und rund um die Uhr verfügbarer Kundendienst.
Mobile Geräte werden immer beliebter und in der Customer Journey ist das Smartphone oft der Kanal der Wahl. Versicherer müssen demnach sicherstellen, dass ihre Kundenerlebnisse für mobile Geräte optimiert sind – von der responsiven Website bis hin zu mobilen Apps.
Ein Chatbot macht es den Besuchern der Website leicht, Informationen zu erhalten und sich anzumelden. Alternativ kann auch die App der Versicherung heruntergeladen werden und die Registrierung dort erfolgen. Egal auf welchem Kanal – der Chatbot führt die Besucher durch einen leicht verständlichen Fragebogen, der sie zu den am besten geeigneten Dienstleistungen führt und schnelle, personalisierte Angebote liefert. Diese können bei Bedarf in einer persönlichen Beratung näher diskutiert werden. Preiskalkulation und Zahlungsabwicklung schließen sich nahtlos an und leiten nach Abschluss in die Vertragsverwaltung über. Auch Informationen zum Versicherungsschutz und zu schadenbezogenen Fragen können jederzeit auf digitalen Kanälen bereitgestellt werden.
Entschließt sich der Nutzer an irgendeinem Punkt seiner Reise, persönlichen Kontakt zu einem Berater aufzunehmen, liegen diesem alle Kundendaten und -angaben sofort vor und es müssen keine Informationen doppelt abgefragt werden.
Eine nahtlose Customer Journey in der Versicherungsbranche zu schaffen, ist keine leichte Aufgabe. Es gibt viele Herausforderungen und Grenzen, die es zu überwinden gilt. Eine der größten Herausforderungen ist die Komplexität der Versicherungsprodukte und -dienstleistungen. Ein weiteres Hindernis ist die Fragmentierung der Kundenerfahrung. Kunden können verschiedene Kanäle nutzen, um mit Versicherungsunternehmen zu interagieren, wie beispielsweise Telefon, E-Mail, Website oder App. Oftmals ist jedoch die Erfahrung nicht nahtlos, da es keine Integration zwischen den Kanälen gibt. Schließlich gibt es auch Grenzen in Bezug auf Technologie und Daten. Versicherungsunternehmen müssen in der Lage sein, Daten von verschiedenen Quellen zu sammeln und zu integrieren, um eine ganzheitliche Sicht auf den Kunden zu erhalten. Dies erfordert jedoch oft erhebliche Investitionen in Technologie und Infrastruktur.
Die Customer Journey wird häufig gestört durch
Wie gelingt es, die Customer Journey zu verstehen und umzugestalten? Ein zentraler Baustein stellt das Mapping der Kundenreise dar. Hierunter versteht man die Visualisierung der Erfahrungen, die ein Kunde mit einem Unternehmen im Verlauf seiner Journey vom ersten Kontakt bis hin zum loyalen Kunden macht. Eine Customer Journey Map macht sichtbar, was der Kunde bei seiner Reise erlebt und wie er seine Erfahrungen mit dem Unternehmen bewertet. Sie hilft dabei, Schwachstellen und Pain Points zu finden und zu beheben. Sie sollte regelmäßig überprüft und bei Bedarf aktualisiert werden.
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