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Der ultimative Angular-Leitfaden für Versicherungen

Angular ist das wohl bekannteste und mächtigste OpenSource Frontend-Framework zur Erstellung interaktiver Webanwendungen und -plattformen. Das Web-Framework wird in Entwicklerkreisen seit einigen Jahren stark gehypt und gilt als Must-Have-Skill, wenn es um zukunftsfähige Webtechnologien geht. Absolut zurecht, wie wir finden! Angular kann vor allem für „Big Enterprises“ Großes leisten – Versicherungsunternehmen ganz vorne dabei. Das Framework sorgt für Schnelligkeit, geringe Serverlast und Benutzerfreundlichkeit all-in-one! Klingt gut? Dann sind Sie hier genau richtig! In diesem Blogbeitrag dreht sich alles um Angular im Versicherungskontext. Wir klären, was das Besondere an Angular ist, was Versicherungsgesellschaften wirklich davon haben und, warum es sich für sie definitiv lohnt, in Angular zu investieren.

  1. Warum alle über Angular reden
  2. Angular kurz und knapp
  3. Von AngularJS bis Angular5: Die Versionen im Überblick
  4. Warum Versicherungsunternehmen unbedingt auf Angular setzen sollten
  5. Exkurs zu Alternativen: Angular, React und vue.js im Vergleich
  6. Aller Anfang ist schwer. Bei Angular aber nicht unmöglich!
  7. Durchstarten mit Angular: Ein Lösungsansatz für die Versicherungsbranche

Warum alle über Angular reden

Gleich zu Beginn möchten wir die Frage klären, was Angular ist und was das Framework so „heiß“ macht. Angular ist ein clientseitiges Frontend-Framework, mit dem moderne, benutzerfreundliche Web-Applikationen aller Art entwickelt werden können. Von kleinen Microsites über mobile Apps (Ionic Framework) bis hin zu sehr komplexen lokalen Anwendungen (Electron Framework) wie CRM-Systeme oder Buchungsplattformen. Das Angular-Framework strukturiert dabei den Code und macht ihn leicht wart- und testbar. Hintergrund der Entwicklung durch Google war es, die zunehmenden Anforderungen an Webanwendungen in einem Standard-Framework zu vereinen und auf diese Weise die Entwicklung komplexer, interaktiver Anwendungen zu vereinfachen. Das OpenSource-Framework basiert auf einer komponentenbasierten Architektur und legt sehr großen Wert auf Code-Qualität. Angular basiert auf der von Microsoft entwickelten Programmiersprache TypeScript, die JavaScript um Features wie Typdeklarationen sinnvoll erweitert (Superset von JS). Das kommt vor allem Entwicklern, die in Programmiersprachen wie Java oder C# fit sind, beim Learning entgegen.
Wie sich Angular von Standard-Programmiersprachen wie JavaScript und HTML unterscheidet, zeigt sich vor allem im Komplexitätsgrad einer Anwendung. Während JavaScript bei komplexen Webprojekten an seine Grenzen stößt, glänzt Angular gerade bei mächtigen Enterprise Anwendungen. Das liegt vor allem daran, dass bei Angular der Großteil der Prozesse direkt im Browser und nicht, wie bislang, auf dem Server ausgeführt wird. Je nach Komplexität des geplanten Projekts kann die Webentwicklung mit Angular nach Multi-Page-Application (MPA) oder Standard SPA Framework (Single-Page-Application) erfolgen. Daraus ergeben sich jede Menge Vorteile für eine Organisation. Dazu aber gleich mehr!

Angular kurz und knapp

  • OpenSource Frontend-Framework für dynamische Webanwendungen und -plattformen
  • Vorreiter im Frontend-Development
  • Entwickelt von Google Inc., Weiterentwicklung zusammen mit Online-Community
  • Basiert auf TypeScript
  • Flexible Frontend-Entwicklung von Web-, Desktop- und Mobile-Anwendungen
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung, Releases alle 6 Monate
  • Besonders geeignet für komplexe, interaktive Enterprise-Anwendungen im professionellen Kontext

Von AngularJS bis Angular5: Die Versionen im Überblick

Wir wissen jetzt, was Angular ist und was das Framework auszeichnet. Aber welche Version ist gerade die aktuellste? Und was ist der Unterschied zwischen „AngularJS“, „Angular2“, „Angular4“ und „Angular“? Diese Fragen klären wir in diesem kurzen Abschnitt.
Mit AngularJS ist die erste Version von Angular gemeint. Mit dem Startschuss hat Google höchstpersönlich 2009 eine Revolution im Bereich der Framework-Webentwicklung angestoßen. Diese wurde mit der zweiten Version, Angular2, 2016 sehr stark vorangetrieben. Aus technischer Sicht fand zwischen den ersten beiden Versionen ein enormer Quantensprung statt, da Google die Code-Basis komplett verändert hat. Basierte AngularJS, wie der Name schon verrät, auf JavaScript, änderte sich das bei Angular2 in TypeScript, was erhebliche Verbesserungen für Entwickler mit sich brachte. Seit dem Release von Angular4 Anfang 2017 kommt alle sechs Monate eine geplante neue Version heraus, die mit verbesserten Features glänzt. Die derzeit aktuellste Version ist Angular5, Mitte 2018 folgt Angular6. Die allgemeine Bezeichnung „Angular“ steht synonym für die neuste Version. Neue Features und Breaking Changes aller Versionen sind hier dokumentiert: https://angular.io/docs

Warum Versicherungsunternehmen unbedingt auf Angular setzen sollten

Angular bietet eine umfangreiche, standardisierte Basis für die Entwicklung komplexer Enterprise Anwendungen, wie sie in Versicherungsunternehmen zahlreich vorhanden sind. Vorhandene Webanwendungen wurden in der Vergangenheit üblicherweise lokal geschrieben. Sprich, bei den meisten vom Nutzer durchgeführten Aktionen muss die Seite aktualisiert werden. Die Folge daraus sind lange Seitenladezeiten, ein echtes K.O.-Kriterium für die Benutzerfreundlichkeit. Hinzu kommt, dass mit zunehmender Komplexität und Interaktivität von Benutzeroberflächen auch die serverseitige Webentwicklung immerzu komplexer wird. Daraus ergeben sich erfahrungsgemäß langwierige Entwicklungsprozesse und häufig auch eine hohe Fehleranfälligkeit. Mit Angular werden auf einen Schlag eine Vielzahl der beschriebenen Probleme beseitigt. Die clientseitige Ausführung der Webanwendung bringt eine deutliche Reduzierung der Serverlast mit sich, was eine wesentlich schnellere Entwicklung und Implementierung der Anwendung ermöglicht. Den entscheidenden Vorteil für Versicherungsunternehmen sehen wir vor allem in der Entwicklung von Single-Page-Applikationen (SPA). Durch die Realisierung der Webanwendung auf Basis einer einzelnen HTML-Seite wird nicht bei jeder durchgeführten Aktion die komplette Seite neu geladen. Vielmehr werden einzelne Seiteninhalte dynamisch und schnell nachgeladen. Versicherungsunternehmen profitieren somit von einer schlanken Anwendung mit geringer Serverbelastung, optimierter Bandbreite und hoher Code-Qualität durch vordefinierte Strukturen und automatisiertes Testing. Die Nutzer profitieren von einer schnellen, interaktiven und benutzerfreundlichen Anwendung und belohnen Sie mit einer höheren Conversion Rate. Egal welches Projekt also gerade bei Ihnen in der Pipeline steht – sei es ein interaktives Makler- oder Kundenportal, ein neues Berater-CRM oder ein Online-Vertriebsportal – mit Angular investieren Sie in die Zukunft der modernen Webentwicklung.

Exkurs zu Alternativen: Angular, React und vue.js im Vergleich

Natürlich gibt es auch Alternativen zu Angular. Diese möchten wir in diesem Beitrag nicht unter den Tisch fallen lassen. React steht ganz oben auf der Liste, wenn es um Tools für moderne Webentwicklung geht. Während über Angular der Internetriese Google steht, hat bei React kein Geringerer als der Konkurrent Facebook das Zepter in der Hand. Facebook selbst ist mit React umgesetzt. React ist eigenen Angaben zufolge eine „JavaScript Bibliothek zur Erstellung von Benutzeroberfläche“ (https://reactjs.org/). 2013 hat Facebook das Tool als Open-Source-Lösung zur allgemeinen Nutzung zur Verfügung gestellt. Bereits die eigene Bezeichnung zeigt den größten Unterschied zu Angular: React ist eine Bibliothek, Angular ein komplettes Framework. Das Tool ist somit deutlich schlanker als Angular. Beide können für die Entwicklung interaktiver Webanwendungen genutzt werden, dabei verfolgen sie jedoch verschiedene Ansätze. Genaueres dazu lesen Sie hier: https://t3n.de/

Wichtig für Sie zu wissen ist Folgendes: Alleine mit React werden Sie keine komplexe Anwendung erstellen können, vielmehr werden dafür zusätzliche Bibliotheken benötigt. Angular hingegen deckt als Framework das Gesamtpaket zur Erstellung einer Webanwendung ab. Der Einsatz eines der beiden Tools hängt maßgeblich von dem Umfang des geplanten Projekts sowie der Komplexität der Unternehmensstrukturen ab. Weiß man ohnehin schon vor der Entwicklung, dass es sich um ein großes Projekt für eine komplexe Webanwendung handelt, ist der Einsatz von Angular mit der Vielzahl an vorhandenen Funktionen sicherlich sinnvoller. Für kleinere Web-Projekte in Unternehmen mit flacheren Strukturen, beispielsweise Start-Ups, ist React eine durchaus sinnvolle Alternative.

Ein weiterer Name, der häufig in Zusammenhang mit interaktiver Webentwicklung fällt, ist vue.js. Es ist das neuste der drei Tools, hat aber auch den vergleichsweise „unpopulärsten“ Background. Während Angular von Google und React von Facebook entwickelt wurde, steht hinter vue.js der Ex-Google-Mitarbeiter Evan You mit einem weniger bekannten Unternehmen. Ein bekanntes Beispiel für eine vue.js-Anwendung ist die Plattform des chinesischen Internet-Handelsriesen Alibaba. Im Gegensatz zu React ist vue.js ein clientseitiges JavaScript-Webframework und eignet sich ebenfalls zur Erstellung von interaktiven Benutzeroberflächen. Ähnlich wie Angular können mit dem Framework Multi-Page- und Single-Page-Webanwendungen erstellt werden. Ein hilfreiches Video zu den wesentlichen Besonderheiten des Frameworks finden Sie hier: https://www.heise.de/

Vue.js ist ebenso wie React ein schlankes Tool, das im Vergleich zu Angular deutlich einfacher zu erlernen ist. Das liegt sicherlich auch daran, dass die vue.js-Community die beste Dokumentation für Entwickler im Vergleich zu Angular und React zur Verfügung stellt. Das JS-Framework hebt sich außerdem durch die Trennung von Template, CSS-Code und JavaScript-Code positiv von seinen beiden Konkurrenten ab. Ähnlich wie React stößt vue.js bei komplexen Enterprise-Anwendungen an seine Grenzen, da der Code sehr schnell mächtig und unstrukturiert werden kann. Das Konzept hinter Angular legt dementgegen deutlich mehr Wert auf einen schlanken, strukturierten Code. Außerdem gibt es aktuell noch weniger vue.js-Entwickler, als es bei Angular und React der Fall ist. Das wird sich aber sicherlich in den nächsten Jahren ebenfalls ändern.

Die Entscheidung für eines der drei Tools ist somit in erster Linie abhängig von der Komplexität der geplanten Anwendung. Daneben spielen sicherlich auch Faktoren wie die Unternehmensgröße, der Funktionsumfang sowie der Entwickler-Background eine entscheidende Rolle.

Aller Anfang ist schwer. Bei Angular aber nicht unmöglich!

Sie fragen sich jetzt sicherlich, warum Ihre IT bislang noch nicht auf Angular setzt, wenn die Technologie doch so hip ist. Dafür gibt es mehrere Gründe. Sie kennen doch den Spruch „Aller Anfang ist schwer“, oder? Bei Angular trifft das auf jeden Fall zu. Ziemlich wahrscheinlich werden Sie kein umfangreiches Angular-Wissen inhouse haben. Und auch bei der externen Suche nach Angular-Entwicklern werden Sie schnell feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Entwickler mit Angular-Skills sind zum aktuellen Zeitpunkt defacto ziemlich rar. Das liegt sicherlich auch daran, dass Angular noch relativ neu ist und das Angular-Ökosystem nach wie vor als unreif gilt. Hinzu kommt, dass Angular nicht zu den Standard-Skills unter Entwicklern zählt. Sich Angular über reines Selbststudium anzueignen erfordert viel Ausdauer und Forschungsaufwand. Das liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass es wenig bis keine Dokumentation zu den aktuellsten Versionen gibt. Auch das Tooling und Debugging gelten zum jetzigen Zeitpunkt als unreif. Damit ist die Lernkurve bei Angular extrem steil, was viele Unternehmen davon abschrecken lässt, internes Wissen überhaupt erst aufzubauen.

Wir möchten Sie dazu ermutigen, auf den Angular-Zug aufzuspringen. Denn unserer Erfahrung nach überwiegen die Gründe für die Webentwicklung mit Angular. Der erste Schritt fällt nicht leicht und der Weg dahin scheint holprig. Aber Sie werden schnell feststellen, dass es sich langfristig lohnt, auf Angular zu setzen. Egal ob durch externe Unterstützung, internen Know-how-Aufbau oder Beides. Bei letztem Fall profitieren beide Seiten, Ihre Organisation und Ihre Entwickler. Angular ist ein lohnenswertes Investment in die Zukunft der Framework-basierten Webentwicklung. Sie können sicher sein, dass sich die Webentwicklung mit Standard SPA-Frameworks vor dem Hintergrund der Performance und Benutzerfreundlichkeit in 5 bis 10 Jahren ausnahmslos durchgesetzt haben wird. Und das branchenübergreifend. In naher Zukunft wird es immer mehr Entwickler mit Angular-Know-how auf dem Markt geben. Was nicht verwunderlich ist aufgrund der Flexibilität und Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten des mächtigen Frameworks. Wenn Sie sich darauf einlassen, werden auch Ihre IT-Mitarbeiter dank Angular zu Allround-Entwicklern, die Sie in Ihrer Organisation flexibel als Web-, App- und Standalone-Software-Entwickler einsetzen können. Es ist somit eine rein strategische Entscheidung, wann Sie den Einstieg in die SPA-Welt mit Angular aktiv angehen.

Durchstarten mit Angular: Ein Lösungsansatz für die Versicherungsbranche

„Viele Wege führen nach Rom!“. Auch bei Angular. Wir möchten Ihnen einen Weg zeigen, der kurz und nachhaltig ist. Als IT-Spezialist und Branchenkenner verstehen wir es als unsere Pflicht, Angular in der Versicherungsbranche zu etablieren. Unsere langjährige Erfahrung und Vertrautheit mit den Problemen im Versicherungsumfeld begründen unsere vollste Überzeugung von dem Framework. iS2 hat schon früh den Nutzen von Angular erkannt und ist auf den Zug aufgesprungen. Wir setzen seit der ersten Version AngularJS auf das Frontend-Framework und konnten bei zahlreichen Projekten im Versicherungsumfeld ein umfangreiches internes Fachwissen aufbauen. So ist es sicherlich ein möglicher Weg, Ihr geplantes Webprojekt mit Angular komplett oder in Teilen extern auszulagern. Ein kurzer Weg, der unserer Erfahrung nach jedoch nicht nachhaltig im Sinne Ihrer Organisation sein wird.

Wir setzen vielmehr auf eine Kombination aus externer Angular-Unterstützung mit internem Know-how-Aufbau. Frei nach dem Motto „Angular erlebbar machen“ vermitteln unsere erfahrenen Angular-Experten in intensiven Workshops schnell und praxisnah nachhaltiges Wissen. Auf diese Weise haben wir bereits einige Versicherungsunternehmen auf dem Weg begleitet. Aus diesen Erfahrungen heraus wurden die Schulungsformate von iS2 kontinuierlich weiterentwickelt, um bei unseren Kunden maximalen Lerneffekt mit möglichst geringem Aufwand zu erzielen. Wir verzichten bewusst auf theorielastige Schulungen, die unserer Meinung nach zu allgemein und irrelevant für das tatsächliche Learning sind. Wir fokussieren uns vielmehr auf die wirklich wichtigen Themen innerhalb des Angular-Frameworks, die einen echten Mehrwert für Versicherungsunternehmen haben. Dazu zählen u.a. Formen, Routing, Transitions zwischen zwei Pages und das Anstoßen von Webservices. Diese Themen können bereits in einem 3-tägigen Fach-Workshop anhand unternehmensspezifischer Anwendungsfälle praktisch behandelt und in individueller Lerngeschwindigkeit vertieft werden. Im Mittelpunkt unserer Angular-Workshops steht generell immer die Fachlichkeit des zentralen Problems, vor dem die IT-Organisation steht. Im Verlauf wird ein Best Practice für die Problemlösung erarbeitet. Damit sind Sie auf dem besten Weg, mit Angular Ihre Webentwicklung zu revolutionieren.

Last but not least…

Trauen Sie sich also. Wagen Sie den Schritt in die Angular-Welt. Sie werden es nicht bereuen. Angular steht aktuell noch am Anfang, was seine Möglichkeiten anbelangt! Das Framework wird kontinuierlich von Google weiterentwickelt und zunehmend mächtiger. Sie können sicher sein, dass Webentwicklung ohne Angular in 5 – 10 Jahren nahezu undenkbar sein wird. Angular ist eine langfristige Investition, die sich aus strategischer und operativer Sicht lohnt. Der richtige Einstieg in Angular ist somit Jetzt!

 

Nützliche Links

Die Angular-Bibel „ng-Book“: https://www.ng-book.com/2/

Dokumentation: https://angular.io/docs

Durchstarten mit Angular: https://angular.io/

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